In der Pfarreiengemeinschaft Illerwinkel sind die Pfarreien St. Gordian und Epimach in Legau, Mariä Schmerzen und St. Ulrich in Maria Steinbach, St. Peter und Paul in Lautrach und Mariä Himmelfahrt in Illerbeuren zusammengefasst. Der Sitz der Pfarreiengemeinschaft ist in Legau.
Wie jede Gemeinschaft, wird auch die der Pfarreien, erst durch engagierte Menschen mit Leben erfüllt. Pfarreienübergreifende Aktionen, wie beispielsweise die jährliche "Gschnaidt-Wallfahrt" sind verbindende Elemente unter den Christen im Illerwinkel.
Die Gotteshäuser im Illerwinkel sind sichtbare Zeichen des Glaubens und wahre Kleinode, die den Menschen zur Besinnung einladen, aber auch zur Pflege der Gemeinschaft.
Sie können sich aber auch einfach an der Architektur, der sakralen Kunstgegenstände in den Kirchen und Kapellen erfreuen - voller Respekt vor den Schaffenden. In aller erster Linie sind hier die Wallfahrtskirchen in Maria Steinbach und in Legau-Lehenbühl zu nennen, die überregionale Bedeutung genießen.
An einer klassischen Wegekreuzung gelegen steht seit dem 9. Jhh. die Legauer Pfarrkirche. Um diese herum hat sich im Laufe der Jahrhunderte der Markt Legau gebildet. St. Gordian und Epimach ist die Hauptkirche in Legau. Die heutige Ausprägung, mit der monumentalen Dreifaltigkeitsdarstellung im Chorraum, erhielt sie bei der großen Renovierung 1986.
Wallfarhrtskirche Lehenbühl: Am östlichen Ortsrand liegt die Wallfahrtskirche Maria Schnee, eine der ältesten Marienwallfahrten im Allgäu. Um dem, um 1520 geschaffenen Gnadenbild, einen würdigen Rahmen zu bieten, wurde im 16. Jhh. ein Rundbau errichtet. Ab 1715 startete der Kirchenneubau, bei dem die Wallfahrtskirche ihre heutige Kubatur bekam.Die mit zahlreichen Fresken ausgestattete Kirche hat ihren künstlerischen Mittelpunkt im Hochaltar, in dessen Zentrum das Gnadenbild steht.
Kapellen in den Fluren der Pfarrei Legau: Legau wartet zudem noch mit weiteren Kapellen auf. Der ausgeschilderte "Illerwinkeler Kapellenweg" führt sie zu diesen Kleinoden, wie der St.-Anna-Kapelle in Landholz oder der Lourdes-Kapelle in Greiters.
Die Legauer Pfarrkirche bildet den zentralen Punkt in der Marktgemeinde Legau. Sie steht an der größten Kreuzung des Ortes, die in alle vier Himmelsrichtungen führt.
Das Gnadenbild in der Wallfahrtskirch Lehenbühl zieht viele Pilger an.
Die liebevoll restaurierte St.-Anna-Kapelle im Legauer Ortsteil Oberlandholz ist Zeugnis des gelebten Christentums im Illerwinkel.
Mariä Himmelfahrt in Illerbeuren lädt die Gläubigen zum Gottesdienste oder auch nur zum kruzen Innehalten im Alltagstrubel ein.
Bei Föhn scheinen die Alpen hinter dem Kirchturm von St. Nikolaus in Kardof zum Greifen nahe. Doch trennen ca. 80 km Kirche und Berg.
Die Kronburger Kirche bildet den Ortsmittelpunkt von Kronburg. Die klassizistische, weiß gehaltene Ausstattung der Kirche ist eine Besonderheit im Illerwinkel.
Der massive Tuffsteinturm der Illerbeurer Pfarrkirche, die als christliches Wahrzeichen in der Dorfmitte liegt, grüßt von weitem.Im Glockenstuhl der Kirche hängt vermutlich die älteste Glocke Schwabens. Sie trägt die Jahreszahl 1095 und ist den vier Evangelisten geweiht. Heute präsentiert sich "Mariä Himmelfahrt" in neugotischem Gewand.
Filalkirche St. Nikolaus in Kardorf: Dem Hl. Nikolaus von Myra ist die Filalkirche im Ortsteil Kardorf gewidmet. Die Kirche wurde 1730 vom Kloster Rot an der Rot unter dem Abt Hermann Vogler neu errichtet. Über die Vorgänger-Kirche ist leider nichts bekannt.
Hl. Dreifaltigkeit in Kronburg: In Kronburg ist die Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Unterhalb des Schlosshügels ist das Gotteshaus auf einem Plateau gelegen und bildet die Dorfmitte. 1583 wurde das heute klassizischtisch ausgekleidete (seit 1786) Gotteshaus dort errichtet. Eine herrliche Schlosskapelle befindet sich zudem auf Schloss Kronburg. Alljährlich wird hier die Christmette gefeiert.
Entgegen üblich prominenter Standorte von Kirchen, steht die Lautracher Kirche nicht an exponierter Stelle, nicht in der Dorfmitte, sondern im Tal. Der Barockbau war, einer Sage nach, zunächst in der oberhalb gelegenen Dorfmitte geplant. Das bereit gestellte Baumaterial fand man aber kurz vor Baubeginn an der Stelle der jetztigen Pfarrkirche wieder. Die Lautracher Pfarrkirche ist den Aposteln Peter und Paul gewidmet. Zur barocken Ausstattung gehören auch einige sehr alte und wertvolle Figuren. Im Chorraum ist eine Muttergottes als Holzfigur zu sehen, die um 1460 gefertigt wurde.
Die Hauskirche von Regens Wagner: Die modern gestaltete Hauskirche der Regens-Wagner-Stiftung, ist ein lichtdurchflutetes Gotteshaus, das nicht nur den Bewohnern einen spirituellen Rückzugsort bietet, sondern allen Menschen, die dem Geiste gerne mal eine Pause gönnen.
Kapellen und Bildstöcke in der Lautracher Flur: In den Teilorten Stausee, Dilpersried und Wigelis stehen ebenfalls kleine Kapellen, die mit ihrer liebevollen Ausgestaltung die Besucher in ihren Bann ziehen.
Den Aposteln Peter & Paul ist die Lautracher Pfarrkirche gewidmet.
Die Hauskirche von Regens Wagner
Schlicht und modern ist das Interieur der Hauskirche von Regens Wagner ausgestattet.
Die Veränderung der Perspektive
bietet völlig neue Ansichten und Einblicke
Die Wallfahrtskirche von Maria Steinbach ist eines der markantesten Bauwerke im Illerwinkel. Sie ist von weitem von allen Himmelsrichtungen sichtbar.
Der Pfingstmontag ist der Hauptwallfahrtstag in Maria Steinbach. Nach dem Gottesdienst wird im Hof vor der Kirche weitergefeiert.
Die zahllosen Votivtafeln sind Zeugnisse der Hilfe, die die Gläubigen in Notlagen durch das Gebet zur schmerzhaften Muttergottes, erfahren durften.
Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes und zum Heiligen Kreuz. Ein wundertätiges Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes löste einen großen Zustrom von Gläubigen aus, so dass im Jahr 1749 ein Neubau im Stil des Rokoko begonnen wurde. Das Gnadenbild ist im Hauptschiff links am Übergang zum Altarraum zu finden. Auch die neue Kirche ermöglichte sowohl die Wallfahrt zur schmerzhaften Muttergottes als auch die ursprüngliche Wallfahrt zum Heiligen Kreuz.
Zeugnisse der Wallfahrtsanliegen sind die zahlreichen Votivtafeln, die am westseitigen Hauptportal angebracht sind. Sie reichen von der Neuzeit bis in das 17. Jhh. zurück. Weitere bildliche Darstellungen des wundersamen Wirkens sind auch in Fresken im Kirchenschiff verewigt.
Durch die Bauweise der Kirche, auf einem weit sichtbaren Hügel, setzt sie einen starken baulichen Akzent an der Grenze zwischen Oberschwaben und dem Allgäu, an der Grenze zwischen dem ehemaligen Kloster Rot und dem Fürststift Kempten, zu dem schon Legau gehörte.