Die Sitzung des Gemeinderats Legau am 22. Juli begann mit der Vorstellung eines Strukturkonzepts für die Wasserversorgung des Marktes. Herr Markus König vom Büro Fassnacht Ingenieure präsentierte die Vorteile eines solchen Konzepts, das eine umfassende Bestandsaufnahme der Wasserversorgung ermöglicht. Ziel ist es, die Betriebsoptimierung und Wirtschaftlichkeit zu verbessern sowie die zuverlässige Versorgung mit Wasser in hoher Qualität sicherzustellen. Das Konzept beinhaltet hydraulische Nachweise für Lastfälle und Löschwasser sowie eine Druckstoßberechnung und -optimierung.
Im Anschluss wurde die Machbarkeitsstudie zum Neubau einer Sporthalle mit Musikerheim vorgestellt. Bereits in der Vorwoche im Schulverband behandelt, erläuterte Herr Alexander Müller von den A7-Architekten Marktoberdorf die Möglichkeiten eines solchen Projekts. Es ist aus wirtschaftlicher Sicht unstrittig, so Müller, dass die bestehende Turnhalle nicht mehr saniert werden kann und einem Neubau weichen muss. Die vorgestellte Planung umfasst eine Dreifeld-Sporthalle mit verschiedenen Erschließungsmöglichkeiten, Parkplätzen und großzügigem Außenbereich. Die Kosten für das Projekt werden auf rund 10 Millionen Euro (für die Sporthalle) geschätzt – nicht 16 Millionen wie in der Memminger Zeitung dargestellt. Es liegt nahe, dass noch zu klären ist, was für Legau notwendig, realisierbar und vor allem finanzierbar ist. Der Gemeinderat beschloss, die Dimensionen und Details der Umsetzung sowie die Trägerschaft (Schulverband und Marktgemeinde) zu klären. Zudem sollen mögliche Fördermittel geprüft werden. Zusätzlich zum Raumbedarf der Musikkapelle, der bereits mit den Vereinsverantwortlichen abgestimmt wurde, soll auch ein Raum für die Löwen 77 in die Planung mit aufgenommen werden. Die Vorsitzende informierte, dass der bisherige Löwen-Vereinsraum in der „alten Schule“ vom Bauausschuss als unzumutbar bewertet worden sei. Deshalb habe sie in Absprache mit dem Schulverband das alte, seit Jahren leerstehende Hausmeisterhaus als Vereinsraum für die Löwen 77 angeboten. Falls nun aber die Planung des Außenbereichs an der Mittelschule einen Abriss dieses Hauses vorsehen würde, was jedoch noch keineswegs feststeht, soll für die Löwen 77 eine Alternative geschaffen werden. Die Vorsitzende wies überdies darauf hin, dass man bei der Sporthallen-Baumaßnahme im Hinblick auf den Außenbereich auch die anstehende Sanierung des Mittelschulgebäudes im Blick haben müsse.
Bei Weiteres nach Bedarf wurde die Problematik der schlechten Wasserqualität einer privaten Wasserquelle in Witzenberg thematisiert. Die stellvertretende Bürgermeisterin erklärte, dass eine sofortige Anbindung an die gemeindliche Wasserversorgung nicht möglich sei und eine Anschlussmöglichkeit entsprechend geplant werden müsse. Die Gemeinde werde jedoch in einer eigenen Sitzung mögliche Ausbauoptionen des Wasserleitungsnetzes erörtern.
Im weiteren Verlauf wurden die Vergaben für laufende Projekte beschlossen: Die Auftragsvergabe für die Dacheindeckung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof Legau an die Firma Mayr & Sonntag GmbH in Legau sowie die Beauftragung der Baugrunduntersuchung für das Baugebiet „Auf der Seehalde“ in Maria Steinbach an die fm geotechnik in Altusried.
Die nächste Gemeinderatssitzung ist für den 31. Juli um 20 Uhr terminiert.