Aus dem Lautracher Gemeinderat

Gemeinde:
Lautrach
Datum:
21.09.2026

Nachdem in einer vorangegangen Gemeinderatssitzung im Rahmen der Haushaltsplanung der An-/Umbau des Kita-Gebäudes in Frage gestellt wurde, fand am 01.09.2026 eine Gemeinderatssitzung statt, in der die Thematik ausführlich betrachtet wurde.

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Zunächst fasste Bürgermeister Reinhard Dorn die Entwicklung zusammen. Bereits am 13.04.2022 wurde der Gemeinderat darüber informiert, dass die Kapazitäten der Kita nicht mehr ausreichen. Das Landratsamt meinte, es müsste mindestens eine Krippen- oder Flexigruppe geschaffen werden. Am 14.06.2022 wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst, dass eine Kindergarten- und eine Kinderkrippengruppe gebaut werden soll. Es wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und die Kirchenstiftung St. Peter und Paul wurde nach außen als Bauherr festgelegt. Nachdem es Grundstücksprobleme gab, wurde am 19.08.2024 beschlossen, dass die Vergrößerung auf dem aktuellen Grundstück erfolgen soll. Auch wurde grundlegenden Voraussetzungen für einen Erbbaupachtvertrag zugestimmt. Am 31.03.2025 wurde der Erbbaupachtvertrag beschlossen. Die Beauftragung des Architekten wurde am 13.05.2025 beschlossen. Zuvor wurden die Gemeinden als Bauherren festgelegt. Die Abwicklung soll über das Konto der Gemeinde Lautrach erfolgen. Am 21.10.2025 wurde die entsprechende Zweckvereinbarung beschlossen. Auch wurde an diesem Tag der bestehenden Planung und deren Weiterentwicklung zugestimmt. Am 10.02.2026 wurde der Planung, den geschätzten Baukosten und der Beauftragung der weiteren Ingenieurleistungen zugestimmt. Nachdem in der Haushaltsberatung das Projekt als zu teuer, zu groß und die Kinderzahlen als rückläufig betrachtet wurden, wurde der vereinbarte Termin mit den Fachplanern zurückgestellt.

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Der Architekt stellte dem Gremium den aktuellen Plan vor. Es wird ein Anbau an den Kinderkrippenbau geben. Dort soll im Erdgeschoss eine weitere Krippengruppe entstehen. Im ersten Stock sollen über den Kinderkrippen zwei Kindergartengruppen entstehen. Eine neue und die zweite als Ersatz für eine Gruppe im Erdgeschoss. Diese wird umgebaut. Auf der Fläche wird künftig der Gang zum künftigen Speisesaal, ein Besprechungs- und ein Aufenthaltsraum entstehen. Weiter wird ein Lift eingebaut, das Dach entsprechend geändert, Toilettenanlagen erweitert, Fluchtwege geschaffen, ein Therapieraum erstellt und der Eingangsbereich komplett neu angelegt.

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Die Kostenschätzungen wurde ebenfalls vom Architekt detailliert vorgestellt. Der Neubauanteil wird auf 3,05 Mio € geschätzt, die Umbaukosten auf 1,34 Mio €. Von der Regierung von Schwaben wird für den Neubau ein Zuschuss von ca. 500.000 € in Aussicht gestellt. Zu der Förderhöhe des Umbaus wollte sich die Regierung nicht festlegen. Im Idealfall könnten hier bis zu 500.000 € möglich sein. Da es hier aber aktuell keinerlei Zusage gibt, sollte man sich freuen, wenn es hier was gibt, aber nicht damit rechnen. Somit müssen insgesamt ca. 3,9 Mio € von den Gemeinden Kronburg und Lautrach getragen werden. Der Freistaat Bayern plant aktuell noch eine neue Förderung für Kitas. Allerdings ist dazu noch nichts festgelegt oder entschieden. Für November wurde eine Entscheidung in Aussicht gestellt.

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Der Bürgermeister stellte die aktuellen Kinderzahlen nach Jahrgängen vor. Jahrgang 2021, Kronburg 20, Lautrach 11; Jg 2022, Kb 20, La 6; Jg 2023, Kb 13, La 13; Jg 2024, Kb 12, La 5; Jg 2025, Kb 17, La 14, Jg 2026 bisher, Kb 7, La 6. Das Landratsamt sieht in seiner letzten Stellungnahme immer noch dringenden Handlungsbedarf. Eigentlich sind nur drei Ausnahmegenehmigungen möglich. Die Kita hat jetzt die vierte in Folge. Dies war nur möglich, weil der Bauantrag gestellt wurde. Die Ausnahmegenehmigung erlaubt statt 100 Kindergartenkindern 125 durch die Nutzung des Sportraums als Gruppenraum. Auch werden 15 Krippenkinder in der Krippengruppe erlaubt, die für 12 Kinder genehmigt ist. Im Kindergartenjahr 25/26 war kein Platz in der Krippe und eigentlich auch kein Kindergartenplatz frei. Zwar wären durch die Kinderanzahl rechnerisch 8 Plätze verfügbar, durch die i-Kinder, die mehr Plätze beanspruchen, war offiziell kein Platz frei. Das Landratsamt sieht aktuell auch einen Rückgang bei den Geburten, ein Blick in die Zukunft ist aber nicht möglich. Jede Gemeinde muss auch ihre bauliche Entwicklung mit berücksichtigen. Die Leiterin der Kita St. Peter und Paul, und ihre Stellvertreterin stellten eine Präsentation vor. Sie gingen zunächst auf den fehlenden Speisesaal und die überdurchschnittlichen Essensbuchungen im Vergleich zu anderen ländlichen Kindergärten ein. Weiter stellten sie ihr Analysemodell vor. Dieses beruht auf den tatsächlichen Anmeldungen. Demnach werden im neuen Kita-Jahr 10 Kinder weniger betreut als im Vorjahr, allerdings wäre der Kindergarten ohne Ausnahmegenehmigung nicht in der Lage alle Kinder aufzunehmen. Weiter gehen sie auf die fehlenden Räumlichkeiten für therapeutische und fördernde Maßnahmen ein. Auch, dass der Turnraum als Gruppenraum genutzt wird schränkt die sportlichen Möglichkeiten ein. Auch Arbeitssicherheit, die bauliche Situation, Brandschutz, sowie der Garten werden angesprochen. Es werden sowohl Positives, als auch Mängel angesprochen.

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Nach der Diskussion wurde dem Plan und den Kosten erneut zugestimmt und der Bedarf anerkannt.

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Am 08.09.2026 fand dann die reguläre Gemeinderatssitzung statt. Zuerst wurde dem Bauantrag für die Sanierung und Wohnraumerweiterung eines Einfamilienhauses mit Einbringung einer Einliegerwohnung und Errichtung einer Doppelgarage" auf der Fl. Nr. 112, Gemarkung Lautrach (Dilpersrieder Straße 4) das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Es waren Befreiungen zu Grundflächenzahl, Sockelhöhe, Fassadengestaltung, Errichtung einer Doppelgarage außerhalb der Baugrenze, Dachform, Dachneigung und Kniestockhöhe angefragt. Die Befreiungen waren teilweise gar nicht notwendig und wurden ansonsten als nicht störend empfunden. Die Nachbarunterschriften lagen vor. Die Überschreitung der zulässigen Grenzbebauung ist vom Landratsamt zu prüfen. Der Bauantrag wird an selbiges zur Prüfung weitergeleitet.

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Der Planungsstand des Radweges Aitrach – Lautrach wird kurz vorgestellt. Er soll von Aitrach kommend westlich der Staatsstraße bis in die Nähe der Vogelbeobachtungsstation verlaufen. Dort soll er mit einer Querungshilfe über die Straße führen. Der Gemeinderat stimmt diesem Entwurf als Grundlage für die weitere Planung zu.

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Der Haushalt 2026 wurde nochmals kurz vorgestellt. Zur eigentlichen Haushaltssitzung, in der er bereits mit dem Kämmerer beraten wurde, wurde er verspätet zugestellt und deshalb nicht beschlossen. Der Gesamthaushalt soll mit 4,55 Mio € abschließen. Im Verwaltungshaushalt (3,02 Mio €) wird ein Überschuss von 356.000 € erzielt. Dieser wird dem Vermögenshaushalt zugeführt. Im Vermögenshaushalt (1,53 Mio €) wird eine Rücklage von 902.400 € erwartet. Durch die hohen Investitionen, wie Kita, Kläranlage und Radweg wird in 2027 die Rücklage auf 20.400 € abschmelzen und zusätzlich werden in den kommenden Jahren (bis 2029) insgesamt 800.000 € neue Schulden aufgenommen werden. Unser aktueller Schuldenstand liegt bei knapp unter 1 Mio €. Der Höchststand wird 2028 mit 1,6 Mio € erwartet. Das heißt die Pro-Kopf-Verschuldung steigt von 778 €/Einwohner auf 1.201 €/Einwohner. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden in Bayern liegt bei 835 €/EW. Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan zu.

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Die Räume des Rathauses sollen auf einfache Art und Weise saniert und modernisiert werden. Es wird bei guter Eigenleistung von Kosten in Höhe von 16.500 € ausgegangen.

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Am Montag hat Landrat Alex Eder der Gemeinde Lautrach einen kurzen Besuch abgestattet und sich über die Situation vor Ort informiert. Die neue Willkommensmappe wird in Umlauf gegeben. Dem TC Lautrach wurde ein Zuschuss in Höhe von 306 € gewährt.

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Im nichtöffentlichen Teil ging es um eine Personalangelegenheit, Bereiche der Arbeitssicherheit und einen möglichen Rechtsstreit.

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Weitere Informationen
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Kerstin
Kanzler
Mitarbeiterin