Im ersten Tagesordnungspunkt beschloss der Marktgemeinderat einstimmig die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts. Darin ist unter anderem geregelt, welche Ausschüsse neben dem Marktgemeinderat für die Amtsperiode 2026 bis 2032 gebildet werden. Wie in den Vorjahren gibt es wieder einen Bau- und Grundstücksausschuss, den Kindergarten-, Jugend- und Sozialausschuss sowie den Rechnungsprüfungsausschuss.
Anschließend befasste sich das Gremium mit der Beratung der neuen Geschäftsordnung des Marktgemeinderates. Das bisherige Regelwerk wurde in verschiedenen Bereichen überarbeitet, an die Erfordernisse der neuen Amtsperiode angepasst und ebenfalls einstimmig beschlossen.
Haupttagesordnungspunkt war die Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2026. Nachdem der Marktgemeinderat den Haushalt bereits in der Sitzung am 19. Mai 2026 einstimmig vorberaten hatte, stellte Kämmerer Thomas Mazenik die wesentlichen Eckdaten und Schwerpunkte nochmals übersichtlich vor.
Der Verwaltungshaushalt umfasst im Jahr 2026 ein Volumen von 11.021.500 Euro, der Vermögenshaushalt 4.133.000 Euro. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen des Haushalts auf 15.154.500 Euro. Zudem informierte der Kämmerer über die voraussichtliche Entwicklung der Steuereinnahmen sowie das Investitionsprogramm der kommenden Jahre. Die im Rahmen der Vorberatung beschlossenen Änderungen wurden entsprechend in den Haushalt eingearbeitet. Neben der Fertigstellung des neuen Baugebietes „Westlich des Witzenberger Weges“ stehen insbesondere verschiedenen Straßenbau- und Kanalsanierungsmaßnahmen, der Bau des Bikeparks und die Sanierung der Aussegnungshalle auf der Agenda. Daneben kommen noch verschiedene weitere Maßnahmen in den unterschiedlichen Haushaltsbereichen zur Ausführung.
Positiv hervorzuheben ist, dass für das Haushaltsjahr 2026 keine Kreditaufnahme zur Finanzierung der vorgesehenen Maßnahmen erforderlich ist. Gleichzeitig wies Erster Bürgermeister Thomas Heinle darauf hin, dass für die Umsetzung und Finanzierung der anstehenden Projekte in den kommenden Jahren Kreditaufnahmen erforderlich werden und dementsprechend der Schuldenstand ansteigen wird. Vor diesem Hintergrund werde eine Priorisierung der anstehenden Investitionen notwendig sein, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde langfristig zu gewährleisten.
Schließlich verabschiedete der Marktgemeinderat den Haushalt 2026 einschließlich der Haushaltssatzung, des Investitionsprogramms sowie des Finanzplans für die Folgejahre einstimmig.
Im nächsten Tagesordnungspunkt informierte die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses über das Ergebnis der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2024 und stellte die wesentlichen Prüfungsfeststellungen vor. Nach den Stellungnahmen der Verwaltung zu den einzelnen Anmerkungen stellte der Marktgemeinderat schließlich die Jahresrechnung 2024 gemäß Art. 102 Abs. 3 der Gemeindeordnung einstimmig fest und ersteilte im Anschluss die formelle Entlastung.
Im weiteren Sitzungsverlauf stellte Frau Sauter die Ergebnisse der Verkehrsschau 2026 in Legau vor. Anhand der einzelnen besichtigten Verkehrssituationen erläuterte sie die vorgeschlagenen Maßnahmen im Einzelnen. Nach Beantwortung verschiedener Rückfragen fasste der Marktgemeinderat die erforderlichen Beschlüsse und stimmte der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zu.
Daneben bestellte der Marktgemeinderat Frau Bettina Martini und Frau Kathrin Rheinländer-Mix zur Senioren- und Inklusionsbeauftragten. Zudem wurde Frau Maria Theresa Natterer zur Beauftragten für Nachhaltigkeit und Umwelt bestellt. Abschließend stimmte der Marktgemeinderat noch dem Zuschussantrag des Familienpflegewerkes Unterallgäu/Memmingen e. V. zu.
Im nichtöffentlichen Teil wurden verschiedenen Personalangelegenheiten behandelt. Außerdem nahm der Marktgemeinderat zustimmend zur Kenntnis, dass die Abwassergebühren aufgrund der anstehenden sehr kostenintensiven Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Monaten neu kalkuliert werden.