Bürgerversammlung am 29.04.2026 im Gromerhofsaal

Gemeinde:
Kronburg
Datum:
18.05.2026

Bürgermeisterin Heike Klinkhammer eröffnete am 29.04.2026 um 19:30 Uhr die Bürgerversammlung im Museumsgasthof Gromer in Illerbeuren. Sie begrüßte 110 Bürgerinnen und Bürger, die Vertreter der Vereine, die freiwilligen Helfer der Feuerwehr Kardorf welche den Ausschank des Abends übernehmen sowie die Mitglieder des Gemeinderates.


Zu Beginn gab sie einen kurzen Überblick über die Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde. Im Jahr 2025 gab es in der Gemeinde insgesamt 11 Trauungen, 18 Geburten und 23 Sterbefälle. Derzeit leben in der Gemeinde 1.767 Einwohner.


Das Ergebnis der Jahresrechnung ergab im Verwaltungshaushalt 3.522.800.-€ und im Vermögenshaushalt 4.190.300.-€, insgesamt 7.713.100.-€. Der Überschuss betrug 3.741.100.-€, der Schuldenstand lag am 31.12.2025 bei 86.878.-€, was einer pro Kopf Verschuldung von 49.-€ entspricht. Die wichtigsten Steuereinnahmen 2025 waren: Gewerbesteuer 394.743.-€, Einkommensteuer 1.395.557.-€, Schlüsselzuweisung 420.588.-€, Umsatzsteuer 55.164.-€, Grunderwerbsteuer 22.542.-€, Einkommensteuersatz 101.057.-€, Hundesteuer 6.299.-€, Grundsteuer A 16.074.-€ und Grundsteuer B 196.142.-€.


Die wichtigsten Ausgaben waren: Kreisumlage 1.073.887.-€, Gewerbesteuerumlage 49.962.-€, Verwaltungsumlage an die VG 291.421.-€, Betriebskostenumlage der Kläranlage 114.300.-€, Ausgaben für die Feuerwehren 67.639.-€, Straßenunterhalt 7.142.-€, Winterdienst 22.171.-€, Friedhof 38.402.-€, Kanal 42.338.-€, Straßenbeleuchtung 7.776.-€, Ortsverschönerung 11.682.-€ und Quartiersmanagement 35.623.-€.

Die Schulverbandsumlage an den Schulverband Illerbeuren betrug letztes Jahr 120.042.-€. Bei derzeit 62 Schüler entspricht dies 1.876.-€ pro Schüler. Die Umlage an den Schulverband Legau lag bei 27.269.-€ für 12 Kinder (pro Kind 2.272.-€). Die Schülerbeförderungskosten der Gemeinde Kronburg lagen anteilig bei 40.539-€.
Der Anteil der an den Betriebs- und Personalkosten im Kindergarten ergab den Betrag von 281.167.-€. Bei 76 Kindern, die durchschnittlich den Kindergarten besuchten, entsprach das einer Förderung von 3.699.- € pro Kind.

Ein Informationsblatt mit allen Zahlen konnte jeder Bürger mit nach Hause nehmen.

Anschließend stellte die Bürgermeisterin die Pläne der Schulsporthalle mit Begegnungsstätte vor. Die Genehmigung des Landratsamtes ist nun endlich eingegangen. Mit ein Grund, dass dies so lange gedauert hat war, dass die Halle ursprünglich nach bayerischer Bauordnung gebaut werden sollte und nun nach der Versammlungsstättenverordnung gebaut wird. Dazu mussten wesentlich höhere Anforderungen bei Emissionsschutz und Brandschutz erfüllt werden.  Die gesamten Kosten für das Projekt liegen bei ca. 7.487.789.-€. Die Zuschüsse betragen 1.124.000.-€. Bleiben ca. 6.363.789.-€ die von der Gemeinde zu tragen sind. Die Finanzierung ist auf einen Zeitraum von 20 Jahren ausgelegt.

In diesem Zug wurde die Planung für einen Parkplatz für Kirchen -und Friedhofsbesucher vorgestellt. Bürgermeisterin Klinkhammer erläuterte, dass immer mehr Urnenbestattungen stattfinden und eine große Fläche im neuen Friedhofsteil nicht mehr benötigt wird. In Absprache mit Pfarrer Platthotam und der Kirchenverwaltung wird der belegte Teil der Fläche mit einer Hecke abgegrenzt und auf der Freifläche eine befestigte Kiesfläche die auch mit Rollator problemlos bewältigt werden kann, hergestellt. So können bis zu 26 Parkplätze entstehen, auch der Container und die Mülltonnen werden dort aufgestellt.

Wortmeldung:
Herr Peter Gayer erkundigt sich wie gewährleistet werden kann, dass die ausgewiesenen Parkplätze nur von den Kirchenbesuchern und nicht von der Allgemeinheit belegt werden. Bürgermeisterin Heike Klinkhammer klärt auf, dass eine Beschilderung angebracht werden soll, auch das bestehende Tor kann sporadisch geschlossen werden, zu 100 % ausgeschlossen und kontrolliert werden kann es jedoch leider nicht.

Ein weiteres größeres Projekt ist die Erweiterung der Kindertagesstätte in Lautrach. Auch hierzu wurden die Pläne vorgestellt. Die Kinderkrippe wird von 12 Plätzen auf 27 Plätze erhöht. Der Kindergarten von 100 auf 125 Plätze. Zusätzlich werden Besprechungsräume sowie laut Raumprogramm gefordert, ein großer Essensraum entstehen. Die Kosten liegen für Um- und Anbau bei ca. 3.044.650.- €. Der Anteil der Gemeinde Kronburg beträgt 1.674.558.-€.

Auch die Sanierung der VG-Kläranlage ist die nächsten Jahre ein großes Thema. Die Anlage ist nach 35 Jahren Betrieb mittlerweile in die Jahre gekommen und dringend sanierungsbedürftig. Dazu wurde vom Ingenieurbüro ein Maßnahmenplan für die nächsten Jahre erstellt. Dieser wurde in kurzfristig, mittelfristige und langfristige Maßnahmen eingeteilt. Die notwendigen Maßnahmen wurden detailliert aufgezeigt und betreffen nicht nur die Anlage, sondern auch alle Außenanlagen. Der gesamte Kostenrahmen beträgt 7.800.000.-€ und wird in 3 Bauabschnitte aufgeteilt. Da noch nicht klar ist, wie hoch die Zuschüsse ausfallen, ist auch der Kostenanteil der Gemeinde Kronburg noch nicht bekannt. Die Kläranlage ist wie z.B. der Friedhof eine kostendeckende Einrichtung, die über die Gebühren der nächsten Jahre gedeckt werden müssen.

Für die Gemeinde muss ein neues Feuerwehrfahrzeug angeschafft werden. Über den Landesfeuerwehrverband wurde die Gelegenheit für eine Sammelbestellung geschaffen. 244 Gemeinden haben daraufhin mitgemacht. Vorteil ist, dass keine Ausschreibung notwendig ist und kein Ingenieurbüro damit beauftragt werden muss. Die Kosten liegen bei ca. 550.000.-€.

Im Anschluss daran stellte Heike Klinkhammer das Investitionsprogramm 2026-2029 sowie eine Finanzierungsübersicht 2026-2029 vor. Dabei sind die Ausgaben für die oben genannten Großprojekte alle enthalten. Zusätzlich werden im Haushalt noch größere Summen für den Erwerb eines Feuerwehrautos und jährlich 100.000.-€ für Straßenbaumaßnahmen zu den sonst üblichen Haushaltstellen eingestellt. Die derzeitige Rücklage beträgt 3.741.100.-€. Für die Jahre 2027 ist eine Kreditaufnahme von 2.000.000.-€ und 2028 für 1.700.000.-€ vorgesehen.

Danach folgte eine Zusammenfassung vom dem was seit der letzten Bürgerversammlung alles in der Gemeinde passiert ist. Leider hat die Machbarkeitsstudie zur Nahwärmeversorgung in Illerbeuren ergeben, dass das Nahwärmeprojekt laut Fa. econ nicht wirtschaftlich ist. Die Gemeinde ist allerdings immer noch auf der Suche für Alternativlösungen. Das alte Feuerwehrhaus an der Schule wurde in Zusammenarbeit mit den Gemeindearbeitern, dem Freilichtmuseum, dem HDI und den Transportunternehmen Walter Greif und Luis Riegger ins Freilichtmuseum transloziert. Dort wurde es restauriert und wird nun als Technikhaus genutzt.
Für den Bauhof wurde ein neues Fahrzeug angeschafft nachdem sich eine Reparatur für das alte nicht mehr gelohnt hätte.


Die Kardorfer Kirche sowie die Kapelle in Greuth wurden auch mit viel Eigenleistung saniert. Die Gemeinde hat beide Projekte bezuschusst. Heike Klinkhammer bedankte sich bei allen die tatkräftig mitgeholfen haben.


Der Kirchenzugang in Kronburg wird demnächst barrierefrei umgebaut, so dass die Kirche auch mit Rollstuhl und Rollator problemlos besucht werden kann. Außerdem wird beim neuen Friedhof auf dem Hauptweg eine Spritzteerung angebracht. Die Arbeiten dazu werden im Mai/ Juni durchgeführt. Dieses Jahr wird die Straße in Oberbinnwang am Hang zur Westerau saniert. Die erforderlichen Arbeiten wurden bereits durchgeführt. In Kronburg wird vom Ortsende bis zur Kreuzung an der Memmingerstraße der Straßenbelag abgefräst eine neue Teerschicht aufgebracht. Geplant ist die Maßnahme ab 26.05.26 für ca. 10 Tage.


Die Kastanienbäume in Illerbeuren am Kirchenaufgang sind Naturdenkmäler und dürfen trotz der Schäden die ein Schallgutachten aufgezeigt hat, nicht gefällt werden. Die Gemeinde darf an diesen Bäumen auch keine Pflegeschnitte vornehmen. Für die Pflege und Sicherheit ist ausschließlich das Landratsamt zuständig.
In der Grundschule besteht ab dem neuen Schuljahr ein Ganztagsbetreuungsanspruch von Mo – Fr bis 16.00 Uhr. Auch gibt es einen Rechtsanspruch für eine verlässliche Ferienbetreuung. Dieser sieht vor: max. 20 Schließtage pro Jahr - 8 Std. am Tag - Gebühren dürfen erhoben werden - es gibt keine Beförderungspflicht - Mittagessen muss gewährleistet sein und die Ferienbetreuung darf mit anderen Gemeinden zusammen durchgeführt werden.


Durch den Wasserzweckverband Woringen sind letztes Jahr neue Wasserleitungen in Greuth verlegt worden. Dieses Jahr sollen die noch fehlenden neuen Leitungen am Teilstück Kardorfer Höhe und die Sanierung des Hochbehälters in Kronburg umgesetzt werden.

Anschließend stellte Heike Klinkhammer noch kurz die vielfältigen Aufgaben von „Dahoim in Kronburg“ dar. Diese wird von der Quartiersmanagerin Carolin Mayr geleitet. Sie ist Anlaufstelle von Jung bis Alt und Ansprechpartnerin für die Begleitung und Förderung des Ehrenamts, Beratung und Vermittlung von ortsnahen Unterstützungsangeboten und kümmert sich um ein barrierefreies Umfeld und die notwendige Grundversorgung. Außerdem wurden mehrere Projekte wie z. B. Osterrätsel, Sommerferienprogramme in Kooperation mit Lautrach, verschiedene Jahreskalender, Runde Tische zur Seniorenarbeit, ein letzte Hilfe Kurs, verschiedene Informationsveranstaltungen, sowie verschiedenes für pflegende Angehörige in Zusammenarbeit mit den Seniorenbeauftragten umgesetzt.

Letzter Teil der diesjährigen Bürgerversammlung war die Verabschiedung von Willi Huter als Rad- und Wanderwegbeauftragter (ca. 10 Jahre) und von Paula Kiefer (10 Jahre) und Stefan Kaulfersch (6 Jahre) als Seniorenbeauftragte. Heike Klinkhammer bedankte sich mit einem Geschenk ganz herzlich für ihre geleistete Arbeit über die Jahre und betonte, dass dies heute nicht mehr selbstverständlich ist.


Zum Abschluss wurden die ausscheidenden Gemeinderäte mit einer Urkunde und einem Geschenk verabschiedet: Stefan Fürgut und Anni Reisle (24 Jahre), Sabine Nauber und Rudolf Gayer (18 Jahre), Thomas Zeller (12 Jahre), Melanie Schlau und Matthias Zeller (6 Jahre).


Der 2. Bürgermeister Roland Kramer bedankte sich auch im Namen des Gemeinderats mit einem Blumenstrauß bei Bürgermeisterin Heike Klinkhammer für Ihr Engagement sowie die kooperative und harmonische Zusammenarbeit.

Weitere Informationen
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Katrin
Brielmayer
Mitarbeiterin