Bürgermeisterin Heike Klinkhammer eröffnete um 19:30 Uhr die Gemeinderatssitzung im Sitzungssaal in Illerbeuren (fünf Zuschauer). Im TOP1 wurde Enrico Morabito als Gemeinderatsmitglied vereidigt, er fehlte bei der konstituierenden Sitzung. Im TOP2 wurde Gemeindearbeiter Edvard Ambrus als Feldgeschworener vereidigt. Ein Feldgeschworener sorgt unter anderem für den Erhalt der Grenzzeichen und überwacht die (Gemeinde)grenzen. Es ist das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern und gilt auf Lebenszeit.
TOP3 behandelte die Bauvorlage zur „Nachgenehmigung bzw. Rückbau vom best. Geräteschuppen und der best. Futterlager- und Maschinenhalle, sowie einem Gemüsegarten und einer Überdachung“ auf der Fl. Nr. 178/1, Gemarkung Kardorf (Au 1). Das Bauvorhaben liegt im Außenbereich. Die neue Überdachung wurde seit der vorangegangenen Planung von Ostseite auf die Westseite verlegt, der Geräteschuppen rückgebaut. Die Erschließung ist gesichert, öffentliche Belange stehen nicht entgegen. Der Bauherr stand für Fragen zur Verfügung. Einstimmig wurde die eingereichte Nachgenehmigung beschlossen. Im TOP4 beschäftigten wir uns mit der Zukunft der Partnerschaft mit Vértestolna, Ungarn. Partnerschaften wie diese sind einfacher am Leben zu halten, wenn Möglichkeiten zum aktiven Austausch da sind, etwa über die Kultur oder Firmen. Der Beschlussvorschlag, die Partnerschaft aufzulösen, wurde mit 12/1 Stimmen angenommen. TOP5 befasste sich mit dem Familienpflegewerk Memmingen, die einen Zuschuss möchten. Es hilft Familien in besonderen Belastungssituationen, jedes Jahr auch mehrfach in unserer Gemeinde. Deshalb wird ein Zuschuss von 500 € gegeben. Im TOP6 wurde die Bepflanzung der Kästen am Dorfplatz besprochen, dazu werden Angebote von lokalen Dienstleistern eingeholt. Der Bauhof wird sich um die verwitterte Kirchenmauer und Treppe am Friedhof kümmern. Im TOP7 schauten wir den Vorschlag vom Obst-und Gartenbauverein an, der einige Bänke im Gemeindegebiet beschriften wird.
Im TOP8 erläuterte Herr Wöcherl von Breitbandberatung Bayern GmbH die Lage und Möglichkeiten zum Breitbandausbau in der Gemeinde. Zuerst findet eine Markterkundung statt, mit bisherigem Ausbau und Bedarf. Danach wird in einem zweiten Schritt ein Förderantrag gestellt. Herr Wöcherl sieht bei der Gemeinde Kronburg gute Chancen. Sollte der Zuwendungsbescheid positiv ausfallen, erfolgt eine Kalkulation sowie eine Ausschreibung. Dann erst wird beauftragt. Herr Wöcherl stellte uns diesen mehrstufigen Ablauf vor und gab wichtige Hinweise, etwa dass Obergrenzen bei der Ausschreibung formuliert werden, oder im Prozess jederzeit die Reißleine gezogen werden kann. Das gesamte Verfahren dauert laut Wöcherl zwei Jahre, bis ein Unternehmen beauftragt wird, und dann noch circa drei Jahre bis zum fertigen Ausbau. Beraterleistungen wie diese werden zu 100 % gefördert.
Der öffentliche Teil endete um 21:04 Uhr, danach wurde die Sitzung nichtöffentlich fortgesetzt.